2007/03/31

Blockadenlog II

Texte sind alles mögliche, doch sind sie offizielle Statements des Textdichters?

Allein in mir liegen so viele Figuren im Zank…
Jeder Text, den ich niederzinsele, ist ein kläglicher Versuch, Chaos und Wildwuchs zu ordnen.

Texte sind Posen, Täuschungen und Selbsttäuschungen, Fragmente, Tagebuchnotizen, hinterhältige Zustandsbeschreibungen, Dummies, Klone, Selbstgespräche der Sehnsucht, Abstürze ins Glück, süße Lügen, bittere Pillen, Saboteure, Räusche und Ernüchterungen, Wunsch- und Albträume, Einschreiben aus der Klapsmühle…

Kauert die Zukunft im Recycling von vorhandenen Texten, unfreiwilligen Bon-mots, Geistesblitzen, Ideenkurzschlüssen, chronischen Black-outs, Hypothalamusgestöber, Hirnkonfetti und Gedankenluftschlangen?

Saltomortale.

Unter der Pont des Arts starrte ich vor einiger Zeit auf die vorüberfließende Seine. In den Taschen noch genügend Geld für die Fahrkarte nach Hause. Und dann?
Das Wasser. Der Wind.
Tillt.

Blockadenlog

Eimer, Schrubber, Lappen und Staubsauger. Wischen, Scheuern, Kratzen - den Dreck, den Rotz, den Sabber. Ätzender Putzgeruch und brauner Soßenmodder. Und wedeln, feudeln und brummen. Mit Drecksärmeln das verschwitzte Gesicht verschmieren, während die Hände auseinander teigen und aufquellen.
Die Gedanken rotieren um den Kloakenschlund und die Hände sind zu fett für die Tastatur.
Jawohl!
Geschafft.
Kein Wort wird auf Festplatte, CD oder Papier gebannt.
Nicht im Dreckgemantsche.
Nicht heute.

Schlaflos

All die sternlosen Städte in den Jahren.
Passepartoutstädte.
Verwahranstalten menschelnder Hallowiegehts.
Ich habe in ihnen gelebt – sie durchstreift, durchsucht, durchwacht, durchlitten.
Länger oder kürzer, aber keine ist mir wirklich so nah, dass ich mich als ihr Bürger fühlen würde.
Dennoch muss ich von Zeit zu Zeit in sie zurückkehren.
Einen Bogen schlagend, welcher sich zunehmend erweitert.
Ich fühle, dass er noch an Größe gewinnen kann.
Und dann?
Irgendwann ankommen?

Schlaflos

All die sternlosen Städte in den Jahren.
Passepartoutstädte.
Verwahranstalten menschelnder Hallowiegehts.
Ich habe in ihnen gelebt – sie durchstreift, durchsucht, durchwacht, durchlitten.
Länger oder kürzer, aber keine ist mir wirklich so nah, dass ich mich als ihr Bürger fühlen würde.
Dennoch muss ich von Zeit zu Zeit in sie zurückkehren.
Einen Bogen schlagend, welcher sich zunehmend erweitert.
Ich fühle, dass er noch an Größe gewinnen kann.
Und dann?Irgendwann ankommen?

La re fa re...

Berlin, Berlin-Brandenburg, Germany

DaDa

DaDa
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